Tagebuch einer Trageberaterin #1

SCHLOMO … wo bist du?

Wo ist denn Schlomo schon wieder? Beide Kids haben doch ihre eigenen Puppen. Dass sie immer wieder von meinen Tragepuppen angezogen werden, wie Fliegen von Hundekacke verstehe ich nicht.
Ah da ist er ja… in der Waschmaschine. Wo sonst. Wie kommen die zwei nur auf solche Ideen. Jetzt muss ich den älteren mal fragen was Schlomo in der Waschmaschine macht.

Wenig später bekomme ich die Antwort: er ist schmutzig und muss gewaschen werden. Ich erkläre – Schlomo ist nicht schmutzig, er kommt aus Afrika und hat einen jüdischen Namen. Ein großes …Ahhhhhhh… folgt und gleich drauf „Mama wo ist Afrika?“
Diese Frage zu beantworten bleibt aber keine Zeit, da ich meine Sachen für die nächsten Trageberatungen vorbereiten muss.

Schlomo gefunden, aber wo ist seine Hose? Mama, Schlomos Hose ist im Kinderplanschbecken, denn die Hose ist auch schmutzig!“ Hallt es vom WC aus. Wechselgewand in der kleinen Größe habe ich nun auch nicht auf die schnelle parat, dann geht Schlomo eben unten ohne mit zur Beratung. Im Sommer ist es sowieso heiß.

Mal checken was heute am Plan steht

Eine Beratung, mit Tuch und ohne Tragehilfen.
Eine Beratung, wo sich die Mama noch unsicher ist und Tragen ist gänzliches Neuland für sie – ok wird alles zusammengepackt – bedeutet nach dem Ausschlussprinzip vorgehen. Alles klar, kenn mich aus. Die Beratung kann etwas länger dauern, oder auch nicht.
Eine Beratung nur mit Tragehilfen, denn diese meterlangen Tücher – was soll man damit bloß anfangen, außer blöd aussehen, als ob man am Strand die PopUp Sonnenmuschel nicht mehr zusammenfalten kann und von den Sonnenanbetern beobachtet wird. Graus!

Check – drei ganz verschiedene Bedürfnisse – sind ja auch drei ganz unterschiedliche Familien.

„Mein Tragetuch nimmst du aber auf keinen Fall mit.“ – wird aus dem Wohnzimmer ins Büro gebrüllt. Ok, ok, ich packe die Tasche wieder neu, da ich bei den Beratungen natürlich immer mehr als ein Tuch mit dabei habe.

What’s in my Bag?

Aber was kommt denn so in den Koffer einer Trageberaterin hinein? Lasst uns mal in die Tiefen dieser Tasche hineinblicken…

eine Tragepuppe – zwei wenn es Zwillinge sind
eine Stoffwindel
ein Maßband
unterschiedliche Tragehilfen, je nach Wunsch und Anliegen oder alle falls notwendig 
Tragetücher, wenn keine Panik bei dem Wort Tragetuch während der Terminplanung entsteht
Rechnungsblock

Bankomatgerät
Ringslingringe
Traubenzucker
Wasserflasche
Handout
ein kleines Mitbringsel 
*** 

Fragst du dich vielleicht: Wozu ein Maßband? Das hatte ich auch nicht von Anfang an dabei. Erst als ich die ersten Beratungen hatte und noch nicht abschätzen konnte ob es sich nun um ein 4er oder 5er Tuch handelt – alles dabei haben ist immer gut und manchmal was vergessen ist menschlich.

Sachen gepackt und ab ins Lastenrad. Helm natürlich nicht vergessen…


Eine Beratung in der Seestadt, eine Nähe dem Prater und die Dritte in Essling. Na bitte, gut dass ich ein halbwegs passables Zeitmanagement habe und nicht mit der Kirche ums Kreuz fahre. Essling, Seestadt und dann ab zum Prater, wo ich mir im Anschluss einen Kaffee in der Meierei gönne…

Lass dich überraschen, was ich dir im nächsten Teil erzähle…
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Teil #2 folgt also stay tuned…in der Zwischenzeit viel spaß mit den Artikeln die ich dir unter diese Zeilen reingeschmissen habe….lesenswert …. zum Thema tragen und co

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