Umzug mit Kindern oder der normale Wahnsinn – Teil 1

Die letzten Wochen hatte ich keine Zeit meine Artikel fertig zuschreiben. Mittlerweile sind unzählige im Bearbeitungsmodus. Es warten so viele Ideen und Zeilen auf euch. Und doch hat der Tag nur 24 Stunden.

Ende Juni ist es so weit. Wir vier ziehen in unsere neue Wohnung. Mit Garten. Ich habe schon eine ganz genaue Vorstellung in meinem Köpfchen, wie es dort zugehen wird. Jeder, auch unsere Kids, hat ein eigenes Zimmer. Das Wohnzimmer ist unser Treffpunkt. Zum Essen, Spielen, Kuscheln, Knotzen, Raufen, Streiten, Herumwirbeln,… Und….ich bekomme sogar mein eigenes Büro „buhaaaaaaa“.

Bei dieser gesamten Vorfreude, denke ich immer wieder an die letzten 10 Jahre zurück. 10 Jahre – unglaublich! So lange leben wir nun gemeinsam in dieser Wohnung, mein Mann, ich und unsere Kinder natürlich. Vincent, unser zweiter Sohn ist sogar in unserem Wohnzimmer geboren.

Den Artikel zu unsere Hausgeburt findest du hier

Schön langsam kommen wehmütige Gefühle auf. Es ist mein längstes Zuhause. In meinem Leben bin ich bereits sehr oft umgezogen. Die neue Wohnung wird nun meine achte Destination sein. Zuhause ist man bekanntlich dort wo man sich wohlfühlt – auch an diesen Spruch denke ich. Diese Zeit in dieser Wohnung, in dieser Gegend, war meine beständigste, auch wenn mich die Thaliastraße (große laute Straße im 16. Bezirk) mittlerweile mit ihrer Lautstärke und dem Gewimmel unrund macht. So war es wirklich mein Zuhause. Gerade unser Wohnzimmer wird mir fehlen. So hell, so sonnendurchflutet, so atmosphärisch mit der hohen Decke.

Bis ich dem Umzug in einen grünen, außenstehenden Bezirk zugesagt habe, hat es doch einige Zeit gedauert. Ich liebe es in der Stadt zu wohnen. Ich liebe den Trubel und das Leben auf den Straßen. Die Museen, den Burggarten, den Garten vor der Hofburg, die Pferde am Michaela Platz, die Zuckerfabrik, den Yppenplatz,…

Ich merke aber, dass ich mich auf einmal so erwachsen fühle. Mama mit zwei Kindern. Das neue Nest. Raus aus der Stadt. Natürlich freue ich mich auf unser neues Zuhause und ich weiß, dass wir uns dort super einleben werden. Wenn man mein Umfeld fragt, dann hätten meine Freunde und meine Familie noch vor ein paar Monaten unterschieben, dass ich die Stadt nie verlassen werde.

Es war Zeit für ein neues Nest für diesen Lebensabschnitt. Über zwei Jahre haben wir das passende Plätzchen gesucht. Zuerst in den üblichen Bezirken. Eine unserer Vorgaben war zumindest eine Außenfläche für die Kinder. Was haben wir uns für Bruchbuden angeschaut, weil wir dachten, wir machen jetzt einen auf „Sanieren“. Bin ich froh, dass wir diesen Weg nicht eingeschlagen haben. Nach einem guten Jahr Suche und gefühlten 50 Besichtigungen mit unterschiedlichsten, skurrilen Maklern, merkten wir und vor allem ich -……

Das was wir suchen, finden wir hier definitiv nicht. Obwohl … wenn Geld keine Rolle spielen würde … ;)

Was waren unsere Parameter: Es soll grün, ruhig, mehr Zimmer, gute Anbindung in die Stadt, achja und der Preis sollte leistbar sein.

Nach einigen Monaten sind wir dann endlich fündig geworden. Unsere Maklerin war so gar keine typische Maklerin. Wir betraten den Rohbau und wussten, dass ist unsere Wohnung. Und dann kam das normale Prozedere. Wohnungsangebot unterfertigen, darauf warten bis es gegengezeichnet wurde vom Eigentümer, Vertragsunterzeichnung dann ein paar Wochen später.

Und heute, fast ein Jahr später, warten wir darauf, dass die letzten Tage verstreichen und der Umzug losgeht. Alles kommt mit was hinein passt. So mussten wir beginnen, Kasten und Bett zu verkaufen und dann, dann ist da noch die Küche für die wir auch noch ein neues Zuhause suchen dürfen.

Wir leben mittlerweile aus Kisten, liegen auf unseren Matratzen am Boden.

Unser älterer Sohn erlebt diesen Umbruch natürlich schon sehr bewusst. Wenn es möglich ist, wird er von uns natürlich auch auf die Baustelle mitgenommen. Wir erklären ihm, dass das unser neues Zuhause wird und er (vorerst) ein eigenes Spielzimmer mit seinem Bruder bekommt. Wir lassen ihn am Prozess und an den Vorbereitungen teilhaben. Er hilft uns die Kisten zu kleben. Kästen ausräumen (können Kinder ja bekanntlich sehr gut), Bücher einpacken,…

Mit zwei Kindern unter der Woche, ohne zusätzlichen Händen, ist es derzeit fast unmöglich Kisten voll zu bekommen. Somit wird das Einpacken fast ausschließlich auf die Abendstunden oder das Wochenende vertagt. Mal sehen ob wir fertig werden.

Ein paar Tage noch…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.